44. Allgäu Triathlon: Zwei Tage Triathlonsport, starke Kulisse und erfolgreiche Liveshow-Premiere

Das Triathlon Highlight im Allgäu (Credits 808project GmbH)

Bayerische Laufzeitung, 24. August 2026

  1. Allgäu Triathlon: Zwei Tage Triathlonsport, starke Kulisse und erfolgreiche Liveshow-PremiereImmenstadt, 23. August 2026 – Zwei Renntage, hochklassiger Triathlonsport und tausende Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Strecken: Mit dem 44. Allgäu Triathlon ist am Sonntag ein ereignisreiches Wochenende zu Ende gegangen. Zum zweiten Mal war am Freitag die 1. Triathlon-Bundesliga im Allgäu zu Gast, am Sonntag folgten die Rennen über Sprint-, Olympische und Classic-Distanz. Eine Premiere gab es ebenfalls: Erstmals wurde der Allgäu Triathlon mit einer eigenen Liveshow übertragen.

Freitag: Bundesliga trotzt anspruchsvollen Bedingungen

Zum zweiten Mal war die 1. Triathlon-Bundesliga am Freitag zu Gast im Allgäu. Dauerregen und angekündigte Unwetter machten kurzfristige Anpassungen notwendig. Die geplanten Community Events im Rahmen des Wochenendes wurden abgesagt, die Starts der Bundesliga nach hinten verschoben und die Strecke aus Sicherheitsgründen verkürzt.

Der Stimmung entlang der Strecke tat das keinen Abbruch. Tausende Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Rennen, besonders am Kuhsteig und am Anstieg Richtung Zaumberg. Und der BR übertrug beide Rennen live.

Bei den Männern blieb es bis auf die letzten Meter spannend. Erst auf dem Anlauf zur Zielgeraden setzte sich Tjebbe Kaindl vom METALLART-Team AST Süßen ab und gewann in 34:36 Minuten vor Jaspar Ortfeld vom HYLO Team Saar (34:41) und Gergo Dobi vom Triathlon Team Münsterland (34:45).

Bei den Frauen gingen die Führenden mit nur wenigen Sekunden Abstand auf die Laufstrecke. Die Britin Millie Breese vom HYLO Team Viernheim/Saar entschied das Rennen schließlich in 38:35 Minuten für sich. Petra Kuríková vom PV Triathlon TG Witten wurde Zweite, Katie Rodda vom Sparda-Bank Team Hagen Dritte.

„Der Freitag hat gezeigt, was den Triathlonsport im Allgäu ausmacht. Wir mussten aufgrund des Wetters einiges kurzfristig anpassen und gleichzeitig standen tausende Menschen an der Strecke und haben für eine besondere Atmosphäre gesorgt. Dass die Bundesliga zum zweiten Mal bei uns zu Gast war und live im BR übertragen wurde, ist für uns und für den Triathlonsport in der Region ein starkes Zeichen“, sagt Christoph Fürleger-Rädler, Geschäftsführer der 808project GmbH.

Sonntag: Classic-Siege für Lena Meißner und Tom Hug

Der Sonntag begann mit einstelligen Temperaturen typisch kühl für einen Augustmorgen im Allgäu. Im Laufe des Tages wurde es wärmer und passend zu den ersten Zieleinläufen zeigte sich die Sonne. Auf Sprint-, Olympischer und Classic-Distanz gingen die Athletinnen und Athleten auf die Strecken rund um den Großen Alpsee.

Auf der Classic-Distanz wurde Lena Meißner ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Bereits nach dem Schwimmen führte sie mit mehr als zwei Minuten Vorsprung auf Katharina Krüger, die am Freitag noch in der Bundesliga gestartet war. Auf dem Rad baute Meißner ihren Vorsprung weiter aus und feierte nach 4:28:47 Stunden einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Katharina Krüger wurde in 4:48:23 Stunden Zweite, Hannah Graf folgte in 4:51:27 Stunden auf Rang drei.

 

Bei den Männern lag das Feld nach dem Schwimmen noch eng zusammen, ehe sich Tom Hug auf der Radstrecke absetzen konnte. Seinen Vorsprung brachte er bis ins Ziel und gewann in 3:56:33 Stunden vor Jannik Stoll (4:01:09) und Samuel Böttinger (4:06:22).

Hug sprach im Ziel von einer „Traumkulisse“ und „perfekten Bedingungen“. Nach einem kurzen Schreckmoment mit einem beschlagenen Visier auf dem Rad konnte er die abschließende Laufstrecke dank seines Vorsprungs teilweise genießen. Besonders die Stimmung am Kuhsteig bezeichnete er als „phänomenal“.

Liveshow feiert Premiere

Erstmals wurde der Allgäu Triathlon am Sonntag mit einer eigenen Liveshow begleitet. Im Mittelpunkt standen die Rennen der Frauen und Männer über die Classic-Distanz. Moderiert wurde die Übertragung von Niclas Bock und Nils Frommhold, Field Reporter berichteten direkt von der Strecke. Mit Jan Frodeno, Anne Haug, Felix Weißhöfer und Frederic Funk wurden zudem prominente Gäste live in die Sendung zugeschaltet.

„Mit der Liveshow wollten wir den Allgäu Triathlon erstmals so erzählen, wie man ihn vor Ort erlebt: mit dem sportlichen Geschehen, den Geschichten entlang der Strecke und der besonderen Kulisse. Für uns war das ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Veranstaltung und wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Premiere“, so Marlon Wörndl von 808project.

Spannende Rennen auf Olympischer und Sprint-Distanz

Auf der Olympischen Distanz gewann Maximilian Krüger von der SG Eintracht Ergste in 2:15:02 Stunden vor Niko Malleczek aus Österreich (2:17:01) und Jan Pluta von der TSG Roth 08 (2:17:18). Bei den Frauen setzte sich Valerie Moser von den Karlsruher Lemmingen in 2:31:22 Stunden knapp vor Anne Schmidhuber vom TSV Essleben (2:32:16) durch. Julia Gralki vom Skinfit Racing Team wurde Dritte.

Eine besondere Geschichte schrieb die Sprint-Distanz. Profi-Triathletin Anne Reischmann feierte nach ihrer Babypause ihr Wettkampf-Comeback. Die frühere IRONMAN-South-Africa-Siegerin und Hawaii-Teilnehmerin hatte sich bewusst für das Allgäu entschieden: als ersten Test, zum Wiedersehen mit der Community und weil ihr die Sprint-Distanz in ihrer persönlichen Allgäu-Triathlon-Sammlung noch fehlte.

Reischmann gewann in 1:27:25 Stunden vor Charlotte Uherek vom DSW Darmstadt und Sandra Echteler vom RSC AUTO BROSCH Kempten. „Es war richtig schön. Ich war so emotional und hatte so viel Unterstützung. Das Rennen hat von vorne bis hinten richtig viel Spaß gemacht. Ich bin einfach froh, wieder Triathlon machen zu können“, sagte Reischmann im Ziel.

Bei den Männern gewann Jonathan Engisch aus Chemnitz vor Luca Pulfer vom TSV Untermaiselstein und Luis Schnuer vom SV Halle Triathlon.

Positive Bilanz nach zwei intensiven Renntagen

Für das Organisationsteam bedeutete das Wochenende insbesondere aufgrund der Wetterlage am Freitag zahlreiche kurzfristige Entscheidungen. Nach Abschluss des 44. Allgäu Triathlons fällt die Bilanz dennoch positiv aus. „Gerade der Freitag hat uns organisatorisch einiges abverlangt. Bei solchen Bedingungen steht die Sicherheit immer an erster Stelle und dann müssen Entscheidungen schnell getroffen und umgesetzt werden. Dass wir die Bundesliga unter angepassten Bedingungen durchführen konnten und am Sonntag einen sehr guten Renntag erlebt haben, war eine starke Teamleistung“, sagt Sebastian Eisenlauer, Organisationsleiter des Allgäu Triathlons.

„So ein Wochenende funktioniert nur, weil sehr viele Menschen gemeinsam daran arbeiten – im Organisationsteam, bei den Einsatzkräften, in den Gemeinden und vor allem bei unseren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Dafür möchten wir uns bedanken. Genauso bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis und natürlich bei allen, die an der Strecke für diese besondere Allgäu-Triathlon-Stimmung gesorgt haben“, so Eisenlauer weiter.